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Rüdiger Hentzschel

Rüdiger Hentzschel (Inszenierung)
Dadurch, dass der in Karlsruhe geborene Wahlwiener, der schon in verschiedenen Film- und TV-Produktionen als Schauspieler zu sehen war, nicht nur als Regisseur, sondern auch als Schauspieler am Wiener Max Reinhardt Seminar (1984-1988) ausgebildet wurde, hatte er es natürlich viel leichter, sich mit Schauspielern zu verständigen als ein ‚Nur-Regisseur’. An den meisten Wiener Theatern, an denen er seit 1995 als Regisseur arbeitet, stand er auch als Schauspieler auf der Bühne. Dazu gehören die großen Häuser wie das Schauspielhaus, das Volkstheater, das Metropoltheater und das Theater in der Josefstadt / Rabenhof ebenso wie die kleineren Bühnen wie das Atelier-Theater, die Theater in der Walfisch- oder Drachengasse oder die Off-Bühne Gruppe 80. Von 1999 bis 2001 und noch einmal 2004 war er beim Avantgarde-Ensemble Aktionstheater engagiert. Außer an diesen Wiener Theatern wurden seine Regiearbeiten z. B. beim Bregenzer Frühling im Festspielhaus und bei den Festspielen Reichenau gezeigt. Zwei von ihm selbst geschriebene und inszenierte Ernst-Jandl-Abende liefen am Klagenfurter Ensemble, und am Musiktheater Mistelbach führte er Regie bei dem Sondheim-Musical „Sweeney Todd“ (2008), bei Lerner/Loewes „My Fair Lady“ (2012) und beim ABBA-Musical „Chess“ (2014). Seine – von demselben Ensemble bespielten – Wiener ‚Stammhäuser’ sind das Stadttheater Mödling und das SCALA Theater, deren Repertoire er entscheidend mitgestaltet.
Die außergewöhnlich breit gefächerte Palette der Stücke, in denen er dort seit 2005 gespielt und bei denen er (oft gleichzeitig) Regie geführt hat, umspannt u. a. ganz unterschiedliche Werke. 2013 inszenierte er „Die Gerechten“ von Albert Camus, ein Stück, das durch Selbstmordattentäter und die IS-Terrorwelle ebenso brisant ist wie Horvàths im Zuge der Asyldiskussion wieder hochaktuelle Posse „Hin und Her“, die Hentzschel 2009 auf die Bühne brachte.
Ein Schwerpunkt seiner Regiearbeit sind internationale, zeitgenössische Stücke, für die sein ausgefeilter Regiestil mit der klaren Personenführung besonders notwendig ist. Einige Beispiele: Ortons satirische Farce „Beute“, „Oleanna“ von Mamet, „Die Grönholm-Methode“ von Galceran oder Ronald Harwoods Erfolgsstück „Der Fall Furtwängler“. Großes Lob erntete er seit seiner Inszenierung der Gaunerkomödie „Eine schöne Bescherung“ / „Wir sind keine Engel“ (2007) auch für seine Komödienumsetzung u. a. für Peter Shaffers bravourös geschriebene „Komödie im Dunkeln“ oder für „Der Gott des Gemetzels“. Yasmina Rezas dialogischer Schlagabtausch zweier Paare war 2014 für ihn die perfekte Generalprobe für Rinkes geistreichen Theater-Coup „Wir lieben und wissen nichts“, der ab der Spielzeit 2015/16 als EURO-STUDIO-Produktion mit der Konzertdirektion Landgraf auf Tournee ist.
Am Fritz Rémond Theater im Zoo Frankfurt inszenierte er u. a. das Sigmund-Freud-Stück „Hysteria“ von Terry Johnson und „Toutou“, an der Komödie Düsseldorf „Rose and Walsh“ von Neil Simon, am Theater am Kurfürstendamm Berlin Daniel Glattauers „Gut gegen Nordwind“. An der Komödie im Bayerischen Hof in München lief über zwei Spielzeiten seine Inszenierung des Psychothrillers „Die Falle“ von Robert Thomas. Die Aufführung wurde anschließend von der Münchner Tournee gezeigt. Auch die äußerst erfolgreiche Inszenierung von Tschechows „Drei Schwestern“ am Theater Winterthur lief in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich als Tournee-Produktion.
Mit Helmut Zierl hat er schon 2012 an der Komödie Winterhuder Fährhaus zusammen gearbeitet. Hentzschels sich durch großes Gespür für Humor und Nuancen auszeichnende Inszenierung von Glattauers Bestseller „Gut gegen Nordwind“ wurde mit Zierl und Saskia Valencia zum immer ausverkauften Hamburger Sommer-Hit.
In der Spielzeit 2016/2017 inszeniert Rüdiger Hentzschel am Alten Schauspielhaus Stuttgart das mit dem Prix Molière ausgezeichnete neue Zeller-Stück „Vater“ mit Peter Striebeck in der Titelrolle. Der Autor von „Die Wahrheit“ zieht mit diesem bühnenwirksamen, »faszinierenden Stück« (The Stage, London) die Zuschauer in seinen Bann. Diese Produktion geht 16/17 ebenfalls mit der Konzertdirektion Landgraf auf Tournee.






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