Paris im Hochsommer: Zufällig hat Jean-Luc seinen früheren Studienkollegen Christophe getroffen und ihn samt Partnerin spontan zum Abendessen zu sich und seiner Verlobten Nathalie eingeladen. Während die heftig turtelnden Gastgeber das Essen vorbereiten und nebenbei ihre anstehende Hochzeit planen, treffen Christophe und seine neue Freundin Patricia leicht verspätet ein.

Die kapriziöse Patricia hat sich mit Christophe heftig gestritten und überhaupt keine Lust auf ein Abendessen, bei dem sie niemanden kennt. Wütend beschließt sie, den ganzen Abend kein Wort von sich zu geben, was dazu führt, dass die Gastgeber sie für eine Ausländerin halten. Perfide und mit diabolischem Vergnügen steigt Patricia in dieses Spiel ein: Plötzlich spricht sie in einer Phantasiesprache und erfindet ein von Not und Armut geschlagenes Heimatland. Als ihr die Gastgeber Geschenke für die notleidende Bevölkerung ihrer Heimat aufdrängen, greift sie freudig zu, ja, sie macht sich einen Heidenspaß daraus, Jean-Luc und Nathalie zu immer neuen „guten Taten“ für ihre Landsleute zu animieren...

Eine Komödie aus Frankreich, die auf amüsante und bissige Art die Umtriebe rund um das Thema Solidarität und wohlmeinende Mildtätigkeit gegenüber ärmeren Ländern aufs Korn nimmt.
Gilles Dyrek arbeitet aus der Tradition des französischen Lustspiels heraus, dessen Komik unter anderem dadurch entsteht, dass das Publikum immer mehr weiß als die handelnden Personen und sich so über Missverständnisse, Verwechslungen und Orientierungslosigkeit amüsieren kann.

Pressestimmen:
„Der Intendant Manfred Langner hat das desaströse Abendessen mit Lust am Spiel inszeniert und um viele Details ergänzt, die die Figuren präzisieren und ihre Marotten aufdecken. (...) Für das Übrige sorgt das bestens eingespielte Team. Es ist also viel Spaß garantiert...“ StZ

„Ein hochtouriger Frontalangriff gegen Borniertheit und Arroganz. Bitterböser Witz und perfekt getimter Slapstick beherrschen das Geschehen. (...) Ein glänzend agierendes Darstellerquartett.“ StN

„Eine äußerst gelungene Gratwanderung zwischen knalliger Burleske und bissiger Gesellschaftskritik.“ Eßling. Ztg.

  1. Januar bis 07. März 2010
Besetzung