Eines Tages in der Mittagspause trifft Tom sie in irgendeinem überfüllten Restaurant: Helen. Sie ist schlagfertig, intelligent, charmant – kurz, umwerfend! Alles könnte perfekt sein, wäre da nicht ein Haken: Helen ist dick. Fett. Unübersehbar und unleugbar. Doch Tom ist von Helens unverblümter und unverkrampfter Art so angetan, dass sich beide schon sehr bald näher kommen.
Helen hat mit ihrem Gewicht ihm gegenüber immer weniger Probleme, doch Tom ahnt, wie seine Umgebung reagieren wird. Deshalb versucht er, seine Beziehung zu verschweigen. Erfolglos, denn sein Arbeitskollege Carter kommt durch eigene Nachforschungen schnell hinter Toms Geheimnis und informiert nicht nur Toms frühere Freundin Jeannie, sondern auch gleich via Bild-Rundmail die ganze Firma über Toms neue Freundin. Fortan steht Tom am Pranger: Ist er mit Helen allein, liebt er jede Kurve an ihr, zeigt er sich jedoch mit ihr in der Öffentlichkeit, versucht er sie zu verstecken ...

In seinem Stück thematisiert der amerikanische Autor Neil LaBute ein von der Gesellschaft stillschweigend akzeptiertes Tabu: In einer Welt des schönen Scheins, in der junge Mädchen nach Konfektionsgröße 32 streben und „Germany’s Next Topmodel“ werden wollen, und in der nur derjenige Erfolg hat, der den herrschenden Regeln und Normen entspricht, wird der nicht konforme Mensch entwertet. Scharfsinnig, abgrundtief und berührend.

Pressestimme:
„…Neil LaBute trifft mit seinem (…) Stück immer noch mitten ins Herz einer zwischen Diätwahn und Fettleibigkeit schwankenden Gesellschaft. (…) Markus Angenvorth spielt diesen Carter, eine Ausgeburt der Vorhölle Büro, temporeich und mit großem Witz. (…) Wie wichtig ist das Urteil der anderen? Warum zählen äußere Werte mehr als die inneren? (…) Für Mackie Heilmann, die Darstellerin der Dicken Helen, gab es am Premierenabend den ausdauerndsten Applaus.“ StZ

„Wer könnte dem Charme dieser Helen auch schon widerstehen? (…) Die Probleme liegen nicht im privaten Glück zwischen Tom und Helen, sondern im Selbstbild dieser Berufstätigen, in dem Übergewichtige keinen Platz haben. (…) Folke Braband zeigt dies alles wunderbar klar.“ (StN)

"... das Problem ist nicht die füllige, lebenslustige Bibliothekarin Helen, sondern ihr gestriegelter Jungkarrieristenfreund Tom und seine Kumpels. (...) Die Thematik des Stücks ist zeitlos. (...) Starker Tobak, der so manch einen im Publikum unangenehm berührt haben dürfte." (Esslinger Ztg.)

  1. Juni bis 20. Juli 2013
Besetzung