Europa – irgendwann im Jahr 1984, 2014 oder 2048. Winston Smith lebt in einem totalitären Staat, an dessen Spitze der Große Bruder steht und der seine Untertanen durch modernste technische Mittel permanent und in jeder Lebenssituation überwacht. Winston arbeitet im „Ministerium für Wahrheit“ zwar im Auftrag der Partei, insgeheim jedoch steht er dem unterdrückenden System ablehnend gegenüber. Von seinen verbotenen Gedanken erfährt nur sein Tagebuch.
Doch als er die ebenfalls rebellisch gesinnte Julia kennenlernt und sie ein Paar werden – allein dies ist schon ein Verstoß gegen die staatliche Doktrin! – beschließen sie, gemeinsam aktiv gegen das Regime vorzugehen. Smith versucht, mit der „Geheimen Bruderschaft“, einer legendären Untergrundbewegung, Kontakt aufzunehmen. In dem offenkundig gleichgesinnten Parteimitglied O‘Brien findet er jemanden, von dem er sich Unterstützung erhofft … Doch was führt O’Brien wirklich im Schilde?

In seinem 1948 entstandenen Roman, der längst zu den Klassikern der modernen Literatur gehört, zeichnete George Orwell das Bild eines totalitären Überwachungsstaates der Zukunft, der sich modernster Kommunikations- und Beschattungsmittel bedient, um die Bevölkerung zu kontrollieren.

Was damals noch als düstere Vision galt, wurde von der Wirklichkeit mittlerweile fast überholt – man denke nur an die NSA-Überwachungsaffäre, globale Internetfirmen und die Allmacht der internationalen Geheimdienste. Unter diesem Gesichtspunkt ist Alan Lyddiarts Theateradaption hochspannend, erschreckend realistisch und atemberaubend aktuell. Bitte schalten Sie Ihr Smartphone während der Vorstellung lieber aus!

Pressestimmen:
"Die Inszenierung (Ryan McBryde) glänzt durch Einfallsreichtum und schnelle Szenenwechsel in einem sehr gut konzipierten Bühnenbild (Diego Pitarch). (...) Großartig mit Mark und Bein durchdringender Körperlichkeit: Ralf Stech." (StZ)

"Ryan McBryde hat gemeinsam mit seinem Ausstattungs- und Lichtdesign-Team (Diego Pitarch und Ben Cracknell) glänzende Arbeit geleistet und ein packendes, kurzweiliges und kompaktes Stück Zeitgeschichte auf die Bühne gedonnert. (...) Sound, Licht sowie die schnellen Videosequenzen von Jan Karlsson und Sascha Vredenburg in Kombination mit McBrydes klarer Theatersprache und einer ausgezeichneten Besetzung ergänzen sich zu einem außergewöhnlich dichten Abend, der alle Sinne fordert, spannend und trotz des schrecklichen Themas sehr unterhaltsam ist. Gekrönt wird das Stück von einem fantastischen Ralf Stech in der Rolle des Winston Smith." (Esslinger Ztg.)

"Auf der Bühne geht es fesselnd ab. (...) Das Grauen ist fühlbar. Und auch die Aktualität. (...) ... das Ergebnis ist eines der besten Stücke der letzten Jahre auf dieser Bühne." (Ludwigsb. Kreisztg.)

"...in Neusprech, das war doppelt doppelt plus gut. (...) Schafft es die Inszenierung von Ryan McBryde, die drückende Stimmung, die Beklemmung, die Unterdrückung, die schwellende Angst auf die Bühne zu bringen? Ja, definitiv ja." (livekritik.de)

  1. Februar bis 14. März 2015
Besetzung