Kinder, Kutscher, Koch – alle wollen von ihm nur das eine: sein Geld. Davon ist Harpagon zutiefst überzeugt. Und daher hütet der notorische Geizkragen seinen größten Schatz, eine Geldkassette, wie seinen Augapfel. Das Wohl seiner beiden Kinder liegt ihm da deutlich weniger am Herzen. Tochter Elise will er möglichst „gewinnbringend“ mit einem reichen Witwer verheiraten – doch das Töchterchen hat andere Absichten, ist sie doch in den jungen Valère verliebt.
Harpagon selbst trägt sich ebenfalls mit Heiratsgedanken und kommt dabei seinem Sohn Cléante gewaltig in die Quere, denn beide haben ihr Auge auf dasselbe Mädchen geworfen. Und als wären das noch nicht genug Komplikationen, ist plötzlich auch noch die Geldkassette verschwunden. So verzweifelt ist Harpagon darüber, dass zunächst einmal sogar die Heiratspläne in den Hintergrund treten …

1668 entstanden, besticht Molières Meisterwerk auch nach 350 Jahren noch durch zeitlosen Witz und hohes Tempo. „Der Geizige“ ist eine heitere Komödie um Liebe, Glück und Missverständnisse und zugleich ein bitter-komisches Lehrstück um Selbstsucht und die alles zersetzende Kraft des Geldes.

Pressestimmen:
"Mit Volker Risch ist die Rolle des Titelprotagonisten im Alten Schauspielhaus ideal besetzt. Er stampft, stakst und tänzelt in schönster Louis-de-Funès-Manier durchs hochnotkomische Labyrinth der hausgemachten Irrungen, Wirrungen und Missverständnisse und bringt alle Facetten dieser schillernden Figur zum Leuchten." (Eßlinger Ztg.)

"... Molières in Sprachwitz gefasste, den menschlichen Egoismus erhellende Geistesblitze - sie zünden eben bis heute. (...) ... hier ist das geschliffene Wort der Star, aber die Schauspieler sind es zweifelsohne, die ihn strahlen lassen - sie werfen sich mit einer mitreißenden Inbrunst in ihre Rollen hinein. (...) ... eine Bilderbuchkomödie, mit Intrigen, Verstellungen und einer Deus-ex-Machina-haften Familienzusammenführung ... Was sie lehrt? Geiz war noch nie geil, auch vor 350 Jahren nicht. " (StZ)

  1. Mai bis 10. Juni 2017
Besetzung