Fünf prägende Jahre hat Hermann Beil in Stuttgart zugebracht. Von 1974 bis 1979 leitete er gemeinsam mit Alfred Kirchner, Uwe Jens Jensen, Vera Sturm und dem Schauspieldirektor und Regisseur Claus Peymann das Staatsschauspiel. Parallel zu seiner Arbeit als Dramaturg und mittlerweile auch als Regisseur hat sich Beil einen Namen gemacht als Konditor besonderer Theatertorten, Rezitator großer Literatur und als Kenner derselben.

Zu seinen weiteren Stationen gehörten von 1979 bis 1986 das Schauspielhaus Bochum, von 1986 bis 1999 das Wiener Burgtheater und zuletzt von 1999 bis 2017 das Berliner Ensemble. Von 2009 bis 2017 war er Präsident der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste. Zusammen mit Claus Peymann erhielt er 1995 den Berliner Theaterpreis. Seit 2014 ist er außerdem ehrenamtlicher Berater des Burgtheaters. Das Alte Schauspielhaus ist ihm sehr vertraut durch seine einstige Lesereihe für die Stuttgarter „Akademie für gesprochenes Wort“.

Mit Beginn dieser Spielzeit wird Hermann Beil hier ausgewählte Literatur präsentieren, also gemeinsam mit Schauspielerinnen und Schauspielern rezitieren und mit Ihnen, unserem Publikum, Gespräche führen.

Die Reihe „Der poetische Sonntag“ findet viermal pro Spielzeit im Alten Schauspielhaus statt, dessen Bühnenraum und Akustik wie geschaffen sind für die Rezitationen von Texten großer Autorinnen und Autoren.

"Der funkelnde Esprit, mit dem dieses Duo Texte von Walter Jens vortrug, lies an das Beil´sche Credo denken: 'Theaternarren leben länger'. (...) spannende Gedankenspiele, in denen Beil und Schwab mit ansteckender Leselust auch viel Witz und utopisches Potenzial entdecken." (Schwäbisches Tagblatt)

Sonntag, 7.4.2019, 11 Uhr
Bertolt Brecht: „Flüchtlingsgespräche“
Mit Martin Schwab und Hermann Beil

Kartenpreise: 15,- Euro / 10,- Euro (ermäßigt)
Foto: Reinhard Werner / Burgtheater

In Kooperation mit der Akademie für gesprochenes Wort