Johann Wolfgang von Goethes berühmter Roman ist eine ideale Vorlage für ein dichtes, psychologisches Kammerspiel. Erstmals am Alten Schauspielhaus!

Eduard und Charlotte waren bereits in jungen Jahren ineinander verliebt, haben sich allerdings erst in zweiter Ehe zueinander bekannt. Dieses verspätete Glück genießen sie nun in der ländlichen Abgeschiedenheit ihres Anwesens, das sie gärtnerisch und architektonisch umgestalten wollen. Doch aus dem ersten gemeinsamen Sommer zu zweit wird nichts, da Eduard seinen besten Freund, den Hauptmann Otto, einlädt und Charlotte ihre jugendliche Nichte Ottilie bei sich aufnimmt. Schnell verschieben sich die Verhältnisse: Die Nähe zwischen der praktisch veranlagten Charlotte und dem zupackenden Hauptmann wächst, während Eduard seine Leidenschaft für Ottilie entdeckt.

Was wie eine harmlose Liebelei beginnt, entwickelt sich immer mehr zu einer Explosion in Zeitlupe, der keiner der Beteiligten entrinnen kann.

Mit den „Wahlverwandtschaften“ schuf Goethe 1809 ein zeitloses Beziehungsdrama, das uns immer noch bewegt. Wie bei einem naturwissenschaftlichen Experiment lässt Goethe die Liebesbeziehung eines Paares durch Einflüsse von außen durcheinanderwirbeln.

Es inszeniert Martin Schulze, der in der letzten Spielzeit mit „Maria Stuart“ für eine fabelhafte Saisoneröffnung sorgte. Die Besetzung, darunter Sabine Fürst, unsere „Katze auf dem heißen Blechdach“, verspricht bestes Schauspielertheater!

  1. Januar bis 7. März 2020
Besetzung