An dem schlechten Leistungsstand der Kinder und dem verängstigten Klassenklima ist nur eine schuld, nämlich Frau Müller, die Klassenlehrerin ihrer Kinder. So sehen es alle Eltern der Klasse 4b, und so werden es gleich die Vertreter der Elternschaft, Jessica Höfel, Marina Jeskow, Patrick Jeskow, Wolf Heider und Katja Grabowski der unfähigen Pädagogin mitteilen, die sie zu einem Gespräch gebeten haben.
Das Ergebnis der Unterredung steht für sie schon fest: Frau Müller muss weg, und zwar so schnell wie möglich, wenn die Kinder noch eine Chance haben sollen, vor der Versetzung ihre Noten in der zweiten Schuljahreshälfte zu verbessern. Schließlich geht es um die Zukunft der Kinder. Und dass diese ohne einen Wechsel ins Gymnasium alles andere als rosig aussieht, das weiß nun wirklich jeder. Sachlich und fair wollen sie das Gespräch führen, doch als Frau Müller dann im Klassenzimmer erscheint, ist der gute Vorsatz schnell dahin. Denn im Gegensatz zu den Eltern, die davon überzeugt sind, dass ihre kleinen Lieblinge ganz besondere Persönlichkeiten und aufgeweckte Talente sind, stellt sich dies für Frau Müller im Unterricht ganz anders dar ...

Erneut hat Lutz Hübner, meistgespielter deutschsprachiger Autor, ein aktuelles und wichtiges Thema auf die Bühne gebracht: Sind die Lehrer schlechter und die Schüler benachteiligter als früher? Und worum geht es eigentlich an unseren Schulen mit all dem Leistungsdruck? Um die Zukunft der Kinder, die Ehrgeizbefriedigung der Eltern oder um moderne, pädagogische Ziele? Und wohin entwickelt sich eine Gesellschaft, deren einziger Maßstab für die Zukunftsgestaltung der richtige Notendurchschnitt ist?

Pressestimmen:
"...ein knalliges Theaterstück, das Wolfgang Hofmann stimmig inszeniert hat. Die Dialoge fetzen traumhaft. (...) Das Große an diesem kleinen Stück ist, dass es am einfachen Alltag zeigt, wie Menschen ticken." StZ

"...knackige Dialoge mit viel Wortwitz. Sie werden von den sechs Darstellern gekonnt als Ping-Pong der Bosheiten exekutiert." StN

"Regisseur Wolfgang Hofmann hat Hübners Stück feinfühlig umgesetzt, die passenden Darsteller dafür gefunden. Ein Plädoyer für Kinder und für Pädagogen. (...) Das Alte Schauspielhaus erwirbt sich mit diesem Gesellschaftsstück die Empfehlung für die kommende Saison." Bietigh. Ztg.

"...eine wunderbare Charakterstudie. (...) ... das alles macht das Stück sehenswert. Vor allem aber, wie sich die Charaktere entwickeln. Dazu benötigt es ein solch ausgeglichenes gutes Ensemble, und dann macht solches Theater Freude." Ludwigsb. Kreisztg.

"...eine gelungene Inszenierung." Esslinger Ztg.

  1. Juni bis 23. Juli 2011
Besetzung