In Orgons Haus ist nichts mehr, wie es einmal war, seitdem der Hausherr den scheinheiligen Tartuffe von der Straße aufgelesen und bei sich untergebracht hat. Während sich Orgon und seine Mutter von dem Schwindler um den Finger wickeln lassen und nicht bemerken, dass Tartuffe es allein auf das Vermögen der Familie abgesehen hat, durchschauen die übrigen Hausbewohner Tartuffes aufgesetzte Tugend und Frömmigkeit recht schnell, stoßen jedoch mit ihren Warnungen bei Orgon auf taube Ohren.
Schon setzt er Tartuffe zu seinem Erben ein und will ihm sogar seine Tochter zur Frau geben. Da greift Gattin Elmire zu einem Trick, doch als Orgon endlich die Augen aufgehen, ist es fast schon zu spät ...

Molière zeichnet Tartuffe nicht als frommen Menschen auf Abwegen, sondern als einen Schurken, der sich der gottesfürchtigen Maske nur bedient. Trotzdem waren klerikale Kreise der Meinung, der „Tartuffe“ richte sich nicht nur gegen den Missbrauch der Religion, sondern gegen die Religion überhaupt, und erreichten sofort nach der ersten Aufführung 1664 ein Verbot des Stückes.
Mittlerweile jedoch ist „Der Tartuffe oder Der Betrüger“ längst zum Klassiker avanciert – das amüsante Lustspiel, das sich doch höchst ernsthaft mit der Frage nach der Wahrhaftigkeit menschlicher Beziehungen und der Macht der Religion auseinandersetzt, gehört zu den beliebtesten französischen Komödien überhaupt.

Pressestimmen:
"Harald Demmer hat Regie geführt und die französische Komödie dank gut getimten Slapsticks, amüsanten Details, perfekt besetzten Rollen und einer genauen Personenführung in den rasanten Fluss bester Abendunterhaltung überführt. (...) Das durchweg temporeiche und überzeugende Ensemblespiel wurde am Ende vom Publikum mit tosendem Applaus belohnt." Eßlinger Ztg.

"Es darf und soll gelacht werden... slapstickhafte Elemente und deftige Handgemenge, kesse Damen und angeschwipste Mädchen... die Inszenierung schnurrt kurzweilig und zügig über die Bühne..." StZ

"Gut ist das Stück, weil es zusehends flotter wird, spannend inszeniert ist, immer mal wieder überraschende Wendungen nimmt..." Ludwigsb. Kreisztg.

"Das gesamte Ensemble übertrifft sich diesmal selbst. (...) Die Inszenierung entspricht dem Werk und erweckt es zu unterhaltsamem Bühnenleben." KULTUR

  1. April bis 04. Juni 2011
Besetzung